2007: Erfolg in der RLS-Forschung | ||||
| Am Institut für Humangenetik in München wurden erstmals genetische Risikovarianten für das RLS entdeckt Artikel von Juliane Winkelmann1,2, Claudia Trenkwalder3 und Thomas Meitinger1,2 Institut für Humangenetik1, Max Planck Institut für Psychiatrie2 und Paracelsus-Elena Klinik, Kassel3 | ||||
Im folgenden Artikel möchten wir Ihnen von unseren aktuellen Forschungsergebnissen berichten, die wir im Sommer dieses Jahres veröffentlicht haben. Die Arbeitsgruppe „Restless Legs Syndrom“ am Institut für Humangenetik des GSF Forschungszentrums in München hat in Zusammenarbeit mit Kollegen vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie erstmals genetische Ursachen für das RLS entdeckt. Insgesamt waren 27 Autoren von 10 Institutionen in Deutschland und Kanada an der Studie beteiligt. Seit vielen Jahren werden Forschungen zur Ursache und Entstehung der RLS-Erkrankung durchgeführt. Die eigentliche Ursache des RLS war bis jetzt jedoch weitgehend unbekannt. Aufgrund der guten Besserung der RLS-Beschwerden durch eine Behandlung mit L-Dopa, Dopaminagonisten oder Medikamenten, die Opiate enthalten, leiteten die Wissenschaftler ab, dass die RLS-Erkrankung im zentralen Nervensystem, d.h. im Rückenmark oder im Gehirn entsteht. Sie vermuteten, dass der Nervenübertragungsstoff Dopamin eine wichtige Rolle spielt. Schon in den ersten Beschreibungen des RLS wurde auf eine auffällige Häufung in den Familien der Betroffenen hingewiesen. Mehr als die Hälfte aller RLS-Patienten berichteten, dass weitere Familienangehörige an ähnlichen Beschwerden leiden. Zwillingsstudien mit RLS-Patienten zeigten ebenfalls eine hohe Erblichkeit. Daraus konnte man schließen, dass eine genetische Komponente bei der Entstehung des RLS eine erhebliche Rolle zu spielen scheint. Viele internationale Forschergruppen in Deutschland, Italien, Island, Kanada und den USA arbeiten seitdem daran, ein ursächliches „RLS-Gen“ zu finden. Damit sind Sequenzvarianten gemeint, deren Häufigkeit sich bei RLS-Betroffenen und Nicht-Betroffenen unterscheidet und die darüber hinaus ursächlich mit der Erkrankung in Zusammenhang stehen. Trotz intensiver Forschungen konnten solche genetischen Varianten über viele Jahre nicht gefunden werden. Das Wissen über die genetische Ursache und die Grundlagen der Entstehung ist jedoch eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung neuer Medikamente und die Verbesserung der Behandlung. Die Suche nach ursächlichen Genvarianten umfasst viele einzelne Schritte. Zunächst findet eine sorgfältige Untersuchung der RLS-Betroffenen statt. Der RLS-Patient wird aufgefordert, seine Symptome genau zu beschreiben. Es ist wichtig zu erfahren, ob Schlafstörungen vorliegen, ob die Symptome an beiden oder nur an einem Bein auftreten und ob am Tage Beschwerden vorhanden sind. Der Neurologe dokumentiert alle Medikamente und fragt, ob sich die Symptome nach der Einnahme von RLS-Medikamenten gebessert haben. Oft leiden Patienten mit einem familiären RLS bereits in der Jugend erstmals an den Symptomen. Bei den meisten Patienten sind die Beschwerden dann nur ganz leicht vorhanden und verschwinden oft wieder für viele Jahre. Im späten Erwachsenenalter können sie dann wieder vermehrt auftreten, und es kommen Schlafstörungen dazu. Wir fragen jeden Patienten, wann seine Beschwerden das erste mal aufgetreten sind. Innerhalb einer einzigen Familie kann die Ausprägung der RLS-Beschwerden sehr unterschiedlich sein. Es gibt Familien mit schwer betroffenen Familienmitgliedern, die aufgrund der RLS-Symptome kaum noch schlafen können und andere, die nur an einzelnen Tagen im Jahr an leichten RLS-Symptomen leiden. Diese Beobachtung führte dazu, dass in den letzten Jahren viele große Familien, in denen RLS gehäuft auftrat, untersucht wurden. Durch diese Studien wurde es immer offensichtlicher, dass es sich bei RLS um eine komplex-genetische Erkrankung handelt. Das bedeutet, dass nicht ein einziges Gen, sondern mehrere verschiedene genetische Varianten in ganz unterschiedlichen Genen bei der Entstehung der RLS-Erkrankung beitragen. Ein Zusammenspiel dieser verschiedenen Varianten führt dann zu einem erhöhten Risiko der Betroffenen, an RLS zu erkranken. Das heißt noch lange nicht, dass jeder, der diese genetischen Varianten geerbt hat, an RLS erkrankt. Es müssen weitere Faktoren hinzukommen, damit die Erkrankung ausbricht. Was für Faktoren dies sind, ist noch unklar und derzeit spekulativ. Eine Möglichkeit wären Veränderungen der Hormon-, Nieren- oder auch Eisenwerte. Erst seit kurzem ist es möglich, mit modernsten technischen Hochdurchsatz-Verfahren eine große Anzahl von häufigen genetischen Varianten zu bestimmen und zu untersuchen. Mit „genetischer Variante“ meint man allerkleinste Unterschiede in unserem Erbmaterial. Diese Varianten haben nicht unbedingt einen Krankheitswert und sind letztendlich einfach eine Ursache dafür, dass wir Menschen alle unterschiedlich sind und alle unterschiedlich aussehen. Durch modernste Chip-Technologie ist es möglich, 500.000 dieser genetischen Varianten, die über das gesamte Genom verteilt sind, in einem einzigen Experiment zu untersuchen. Bei diesen "genomweiten Assoziationsstudien" wird die Anzahl bestimmter Varianten bei vielen RLS-Patienten und gleichzeitig in einer Population aus der Normalbevölkerung ermittelt. Die Häufigkeit der Varianten wird dann in diesen beiden Gruppen mit Hilfe von mathematisch-statistischen Verfahren verglichen. Hierbei ist es notwendig, ein großes RLS-Patientenkollektiv zu untersuchen. Wir haben so eine Studie am Institut für Humangenetik der GSF Forschungszentrum in München in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Psychiatrie, niedergelassenen Neurologen, Spezialambulanzen für RLS an Universitätskliniken in München, Kassel, Marburg, Göttingen, Wien und der Beteiligung von 1.600 RLS-Patienten durchgeführt. Jeder dieser Patienten wurde ganz genau über die Ausprägung der RLS-Beschwerden befragt, anschließend wurde Blut zur Gewinnung des Erbmaterials abgenommen. Manchen Patienten haben wir auch ein Blutröhrchen nach Hause geschickt. Die Blutabnahme wurde dann mit der Hilfe des Hausarztes durchgeführt. Das Blutröhrchen wurde per Post an das Institut für Humangenetik in München geschickt. Dort wurde die Blutprobe unmittelbar verarbeitet und wurden die hochtechnisierten Laboruntersuchungen durchgeführt. Die Kontrollpopulation bestand aus Teilnehmern der KORA-Studie, die von vom Institut für Epidemiologie der GSF koordiniert wird. Es handelt sich um eine repräsentative Bevölkerungsstichprobe in der Nähe von Augsburg. In unserem Experiment konnten wir erstmals überhaupt drei Regionen auf dem menschlichen Chromosom identifizieren, die bei der Entstehung der RLS-Erkrankung eine Rolle spielen. In diesen Regionen liegen die drei Gene mit den Namen MEIS1, BTBD9 und LBXCOR1. Ein Träger einer der Riskovarianten hat eine um 50% erhöhte Wahrscheinlichkeit, an RLS zu erkranken. Wenn man alle Risikovarianten in allen drei Genen, jeweils von Mutter und Vater, geerbt hat, ergibt sich theoretisch sogar ein bis zu zwanzigfach erhöhtes Erkrankungsrisiko. An dieser Stelle ist es wichtig zu verstehen, dass viele Träger von Risikovarianten nicht an RLS erkranken. Als Träger hat man eine „Veranlagung“ geerbt und ein erhöhtes Risiko an RLS zu erkranken. Die zusätzlichen Faktoren, die dann letztendlich zum Ausbruch der Erkrankung führen, sind bis jetzt noch nicht bekannt. Gleichzeitig wäre es durchaus denkbar, dass andere Erkrankungen bei RLS-Risikovariantenträgern weniger häufig auftreten, und RLS-Patienten damit sogar einen gewissen Schutz vor anderen Erkrankungen haben. Zu unserer Überraschung waren die von uns entdeckten Gene in einem anderen Bereich der Medizin und Biologie bereits erforscht. Die Funktion der Gene ist im Zusammenhang mit einem anderen Mechanismus bekannt. Sie spielen eine Rolle bei der embryonalen Entwicklung. In dieser frühen Phase sind sie an der Ausbildung der Extremitäten und des Nervensystems beteiligt. Welche Funktion diese Gene beim Erwachsenen und insbesondere in Zusammenhang mit der RLS-Erkrankung haben, ist bisher nicht bekannt. Es ist möglich, dass die Funktion beim Erwachsenen und in Zusammenhang mit der RLS-Erkrankung völlig unterschiedlich ist. Interessant ist, dass eines dieser Gene in einer Hirnregion eine Rolle spielt, in der Zellen den Botenstoff Dopamin produzieren. So könnte ein Zusammenhang mit der Wirkung der medikamentösen Behandlung des RLS vermutet werden. Gleichzeitig hat unabhängig ein Forscherteam aus Island eine der Varianten im BTBD9-Gen identifiziert. Die isländischen Kollegen konnten zeigen, dass die Assoziation in diesem Gen möglicherweise bei den nächtlichen Zuckungen der Beine den sog. periodischen Beinbewegungen in der Nacht, die bei RLS Patienten häufig auftreten, eine Rolle spielt. Zusammenfassend kann man sagen, dass durch unsere Untersuchung erstmals überhaupt genetische Risikofaktoren für das RLS gefunden werden konnten. Eine unmittelbare Auswirkung auf die Behandlung ergibt sich derzeit noch nicht. Durch unsere Forschungsergebnisse wurde jedoch die Voraussetzung geschaffen, endlich die Entstehung der Erkrankung und auch die bisherigen therapeutischen Ansätze zu verstehen. Dieses Wissen wird in Zukunft dazu beitragen, eine individualisierte Therapie der Erkrankung zu entwickeln. Wir denken aber auch, dass unmittelbar den vielen Patienten geholfen ist, die bis jetzt mit Ihren Beschwerden nicht ernst genommen wurden. Unsere Entdeckung hat die RLS-Forschung einen großen Schritt vorwärts gebracht. Sicherlich gibt es noch weitere genetische Risikovarianten und die Forschung geht weiter. Am Institut für Humangenetik gibt es einen eigenen Forschungsschwerpunkt Restless Legs Syndrom. An den neuen Erkenntnissen waren viele Wissenschaftler beteiligt. An diese Stelle möchten wir uns aber ganz besonders bei den vielen RLS-Patienten bedanken, die an der Studie teilgenommen haben. Ohne Ihren Beitrag hätte dieses Projekt nicht durchgeführt werden können. Neben den Patienten wurden wir von der Deutschen RLS-Vereinigung gefördert. Ohne diese Unterstützung wären wir nie so weit gekommen. Persönlicher Dank der Autoren an Frau Habersack, Herrn Rhese und Herrn Schmidt-Evers. Wir freuen uns aber auch, wenn Patienten, die wir jetzt noch nicht untersuchen konnten, sich in den RLS-Zentren melden, um damit die Forschung auch weiterhin zu unterstützen. Für neue Ergebnisse benötigen wir viele weitere Teilnehmer. Für weitere Informationen können Sie uns unter der Telefonnummer 089-3187-4096 am Institut für Humangenetik in München erreichen.
Mit so einem Gen-Chip wurde das Erbmaterial der RLS-Patienten untersucht. Durch ein einziges Experiment lassen sich bei einem Menschen 500 000 häufige genetische Varianten untersuchen. |
Zum 1. Januar wird die neue Chroniker-Richtlinie wirksam. Wer chronisch erkrankt und deshalb bei den Zuzahlungen von der halbierten Belastungsgrenze (1% statt 2% der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt) profitieren will, muss künftig nachweisen, dass er sich vor der Erkrankung über die relevanten Vorsorgeuntersuchungen hat beraten lassen. Damit wird die Verpflichtung der Versicherten gegenüber der Versichertengemeinschaft zu gesundheitsbewusstem und eigenverantwortlichem Verhalten betont.
Die neue Regelung gilt für Versicherte, die ab dem 1. Januar 2008 erstmals Vorsorgeuntersuchungen nach § 25 SGB V in Anspruch nehmen können. Das sind alle Frauen, die nach dem 1. April 1987 geboren wurden, und alle Männer, die nach dem 1. April 1962 geboren wurden.
Die Regelung ist zunächst auf die Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Brustkrebs, Darmkrebs und Gebärmutterhalskrebs beschränkt. Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses zu weiteren Krebsfrüherkennungsuntersuchungen sowie zum so genannten „Gesundheits-Check-Up“ stehen noch aus.
Mit der Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2008 erfolgt u. a. die Aktualisierung von Rechengrößen der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung.
So wird die monatliche Bezugsgröße, die z. B. für die Festsetzung der Mindestbeitragsbemessungsgrundlage für freiwillige Mitglieder relevant ist, für das Jahr 2008 auf 2.485 Euro (2007: 2.450 Euro) festgesetzt.
Auch die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung (Jahresarbeitsentgeltgrenze) wird an die Entwicklung der Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer angepasst. Die Versicherungspflichtgrenze für das Jahr 2008 wird auf 48.150 Euro (2007: 47.700 Euro) festgesetzt.
Für Arbeitnehmer, die bereits am 31. Dezember 2002 aufgrund der zu diesem Zeitpunkt geltenden Regelungen wegen des Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze versicherungsfrei waren, wird die Jahresarbeitsentgeltgrenze für das Jahr 2008 43.200 Euro (2007: 42.750 Euro) betragen.
Dieser Wert ist identisch mit der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Die Beitragsbemessungs-grenze ist der Wert bis zu dem beitragspflichtige Einnahmen maximal zu berücksichtigen sind. Die monatliche Beitragsbemessungsgrenze steigt somit auf 3.600 Euro (2007: 3.562,50 Euro).
FRANKFURT AM MAIN (ner). Viele Schmerzpatienten haben ein Restless-legs-Syndrom. Deshalb ist es wichtig, Schmerzpatienten mit Schlafstörungen auch nach ruhelosen Beinen zu fragen.
Das Restless-legs-Syndrom kommt bei ungefähr einem Drittel der Schmerzpatienten vor, wie Professor Göran Hajak beim Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt am Main berichtet hat.
Bei Patienten mit Gelenkschmerzen sind die Symptome von Restless legs besonders verbreitet: Bei ihnen kommen sie 3,6-mal häufiger vor als in der Durchschnittbevölkerung, erläuterte der Schlafforscher aus Regensburg. Aber auch bei Patienten mit Rückenschmerzen oder mit Arthritis sind sie mindestens zweieinhalb Mal häufiger als beim Durchschnitt.
Die neurologische Erkrankung sei unter anderem eine Ursache für die Schlafstörungen. Gestörter Schlaf wiederum verstärke die Schmerzempfindungen, sagte der Psychiater. Es reiche deshalb nicht aus, diese Patienten mit Schmerz- oder Schlafmitteln zu behandeln. Vielmehr müssten sie dann auch dopaminerge Substanzen bekommen.
Die Firma Roche Pharma AG führt in der Zeit vom 26.5. bis 7.6.2008 ein Informationsforum über das Restless Legs Syndrom für RLS-Betroffene durch.
Die Möglichkeit sich zu informieren besteht in dem bekannten RLS-Mobil - ein gelber Doppeldeckerbus -, den Sie wie folgt antreffen können:
| Tag | Datum | Tour-Städte | Standort | |
| Aktionszeit von 11:00- 18:00 Uhr | ||||
| Montag | 26.05.2008 | Trier | Kornmarkt/Ecke Fleischstr. | |
| Dienstag | 27.05.2008 | Mainz | Schillerplatz, Ludwigstr. vor Dt. Bank | |
| Mittwoch | 28.05.2008 | Pforzheim | Vor dem Alten Rathaus, in Richtung Marktplatz | |
| Donnerstag | 29.05.2008 | Heilbronn | Fußgängerzone Kiliansplatz | |
| Freitag | 30.05.2008 | Mannheim | Marktplatz G1 | |
| Samstag | 31.05.2008 | Fulda | Universitätsplatz | |
| Sonntag | 01.06.2008 | - | - | |
| Montag | 02.06.2008 | Kassel | Königsplatz | |
| Dienstag | 03.06.2008 | Braunschweig | Kohlmarkt | |
| Mittwoch | 04.06.2008 | Oldenburg | Rathausmarkt an der Lambertikirche | |
| Donnerstag | 05.06.2008 | Osnabrück | Theatervorplatz (Aktionszeit von 10.00 - 17.00 Uhr) | |
| Freitag | 06.06.2008 | Duisburg | Averdunkplatz | |
| Samstag | 07.06.2008 | Aachen | Willy-Brandt-Platz |
Kurz vor Weihnachten 2007 erreichen uns Mitteilungen, die als Weihnachtsgeschenk für RLS-Betroffene zu werten sind. Zwei Dopaminagonisten-Pflaster sind zur Zulassung bei der EMEA eingereicht worden. Für diejenigen, die erfolgreich an den Pflasterstudien teilgenommen haben, ist das eine gute Hoffnung, dass nach Zulassung das Pflaster auf den Markt, also in die Apotheke kommt und die Ärzte es verschreiben können.
Lisurid-Pflaster - Europäische Zulassung beantragt |
Pressemitteilung - Einreichung bei den Europäischen Behörden Die Europäische Arzneimittelbehörde hat in einer Vorbesprechung das Lisurid-Pflaster für RLS und Parkinson’sche Krankheit sowie die Lisurid-Infusion für schwere Parkinson’sche Krankheit für ein zentrales Zulassungsverfahren akzeptiert. Axxonis Pharma AG plant die Unterlagen für einen Zulassungsantrag im Dezember 2007 einzureichen. Die Axxonis Pharma AG in Berlin teilte mit, dass zwei große Phase III-Studien mit ihrem neuen Lisurid-Pflaster (transdermales Lisurid), bei Patienten mit Restless Legs Syndrom (RLS=Syndrom der unruhigen Beine) eine hervorragende Wirksamkeit dieser neuen innovativen Anwendungsform gezeigt hatte und dass damit eine Zulassung angestrebt werden kann. Lisurid ist ein starker Dopaminagonist, der auch fibrosierende Erkrankungen hemmt und der in Tablettenform für die Behandlung der Parkinson’schen Krankheit zugelassen ist. Die Axxonis Pharma AG (die frühere NeuroBiotec GmbH) entwickelt innovative Anwendungsformen dieser Substanz zur kontinuierlichen dopaminergen Stimulation bei RLS und der Parkinson’schen Krankheit. „Die klinischen Ergebnisse mit dem Lisurid-Pflaster bei RLS sind hervorragend. Das Lisurid-Pflaster ist nicht nur einer Placebo-Behandlung sehr deutlich überlegen, sondern hier zeigt auch ein transdermaler Dopaminagonist zum ersten Mal eine überlegene Wirksamkeit über eine orale Standardbehandlung mit Ropinirol in den wesentlichen klinischen Parametern“, sagte Dr. Reinhard Horowski, Leiter der Medizin der Axxonis Pharma AG. „Mit diesen Ergebnissen ist das klinische Entwicklungsprogramm für das Pflaster jetzt abgeschlossen.“ |
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Neupro® zur Zulassung für RLS in Europa eingereicht |
| Neupro® das transdermale Pflaster mit dem Wirkstoff Rotigotin für die Behandlung von mäßigem bis schwerem RLS wurde bei der EMEA (European Medicines Agency) zur Anmeldung zugelassen. Das wurde von UCB Belgien gemeldet. Das Neupro®-Pflaster ist täglich zu wechseln und gibt über 24 Stunden kontinuierlich den Wirkstoff Rotigotine über die Haut ab. Die Ergebnisse der dosisabhängigen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie zeigten die signifikante Wirkung von Rotigotin zur Behandlung von mäßigem bis schwerem idiopathischen RLS. In dieser Studie waren ca. 1000 Patienten über 6 Monate eingeschlossen. Mit der Einreichung von Neupro® für die Zulassung von RLS ist es UCB gelungen einen großen Schritt mit einem innovativen Medikament für eine bessere Behandlung von RLS zu machen. |
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Immer wieder berichten unsere Mitglieder, dass vor Operationen der Narkosearzt den vorgelegten Leitfaden belächelt oder gar nicht darauf eingeht. Aus diesem Grunde sahen wir uns gezwungen, nach Rücksprache mit unserem ärztlich-wissenschaftlichen Beirat einen Zusatz auf den Leitfaden für Anästhesisten mit aufzunehmen. Schließlich muss der Patient dem Arzt auch unterschreiben, dass er eventuelle Folgen der Narkosen in Kauf nimmt. Es ist nun mal eine große Beruhigung für den Betroffenen zu wissen, er bekommt eine Narkose, die seine Leiden nicht verschlimmert. Allein schon die Sicherheit gibt ein gutes Gefühl. Sie als Patient sollen auch dem behandelnden Arzt / Schwester im Krankenhaus eine Medikamentenliste vorlegen und vor allen Dingen ausreichend von Ihren "RLS-Medikamenten" in das Krankenhaus mitnehmen, falls der Aufenthalt länger dauert als "geplant". Wenn Sie sich in einer chirurgischen Klinik befinden, stehen meist nicht die Medikamente zur Verfügung, die wir als RLS-Betroffene benötigen. Am Besten, Sie sprechen noch vor der Operation auch noch mit Ihrem Neurologen, wie weit Sie nach einer Operation bei verstärkt auftretenden RLS-Beschwerden ihre gewohnte Dosis erhöhen können, oder welche "Zusatzmöglichkeiten" bestehen.
Denken Sie daran, vor der Operation den richtigen Leitfaden bei unserer Geschäftsstelle zu bestellen. Sie können auch diesen Zusatz zu Ihrem vorhandenen Leitfaden dazu legen oder kopieren. Sicher wird der Anästhesist nicht begeistert sein, aber wir erhoffen uns, dass er sich die Zeit nimmt, sich mit den Wünschen des Patienten auseinander zu setzen, auch wenn er die Folgen oft nicht nachvollziehen kann. Wir bitten Sie, uns Ihre Erfahrungen mit dem neuen Leitfaden mitzuteilen.
und so sieht der Zusatz aus:
Bestätigung des Narkosearztes für den Patienten:
Hiermit wird bestätigt, dass der/dem RLS-Betroffenen: keine der o. g. contraindizierten Substanzen für RLS ______________________ ______________________ Narkose-Arzt/Ärztin |
In den vergangenen Wochen wird immer wieder in den Printmedien in Beiträgen darüber berichtet, in denen die Einnahme von Chininsulfat bei Restless Legs-Beschwerden empfohlen wird. Entsprechend groß sind daher augenblicklich die Anfragen der RLS-Betroffenen an uns als Selbsthilfe.
Diese Empfehlung ist uns bereits seit längerer Zeit bekannt, es wurde auch schon wissenschaftlich darüber diskutiert und einige Betroffene haben es als Alternativ-Behandlung schon ausprobiert. Über Erfolg/ Misserfolg und Nebenwirkungen gibt es noch keine Berichte. Unseres Wissens existiert keine Studie zu „Chininsulfat und RLS“, auch wenn in einem bestimmten Artikel geschrieben steht, „…hinzu kommt die in zahlreichen Studien bewiesene gute Verträglichkeit“. Das ist geschickt ausgedrückt, eine gute Verträglichkeit ist noch keine in einer Studie bewiesene Hilfe bei RLS-Beschwerden.
Wir haben das Thema Chininsulfat an unseren medizinisch-wissenschaftlichen Beirat weitergeleitet. Dazu werden wir dann voraussichtlich in der nächsten Mitgliederzeitung "Restless Legs aktuell" berichten. Bitte haben Sie also noch ein bisschen Geduld.
Inzwischen gibt es viele Spontanreaktionen, wobei fest zu stellen ist, dass die Negativ-Erfahrungen überwiegen. Sehr intensiv sollten die in den diversen Beipackzetteln aufgeführten Nebenwirkungen beachtet werden!
Presseinformation vom 7.4.2006 |
PRESSEMELDUNG vom 15.05.2006GlaxoSmithKline erhält Zulassung für den Wirkstoff Ropinirol.Patienten, die unter dem Restless Legs Syndrom leiden, können aufatmen: Das für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat am 8. Mai 2006 den Wirkstoff Ropinirol für RLS zugelassen, der unter dem Handelsnamen „Adartrel®“ in den kommenden Wochen erhältlich sein wird.
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OFF-Label-Use - BSG-Urteil vom 26.9.2006Am 26.9.2006 hat das Bundessozialgericht unter dem Aktenzeichen: B 1 KR 27/05 R entschieden, dass der Dopaminagonist Cabaseril als Off-Label-Use-Fall nicht zu einer Kostenübernahme durch die Krankenkassen führt. |

Zum zehnjährigen Bestehen im April 2005 haben wir unser Informationsbuch „Ratgeber für behandelnde Ärzte und Betroffene“ in dem namhafte Wissenschaftler als Autoren mitgewirkt haben, herausgegeben. Es ist ein interessantes 120-seitiges Werk entstanden, welches in 3. Auflage herausgegeben wurde.
In der Zwischenzeit ist auch die 3. Auflage vergriffen. Wir bemühen uns derzeit, in einer aktualisierten Auflage ein neues Informationsbuch bis Juni 2008 vorstellen zu können.
Unsere Geschäftsstelle (Telefon: 089/55028880) kann daher zZt nur Ihre Bestellung entgegen nehmen. Wir bitten um Ihr Verständnis und würden uns freuen, wenn wir Ihnen das neue Buch demnächst zusenden dürfen.
Lilo Habersack
„Restless Legs“ Endlich wieder ruhige Beine |
das Buch von Herrn Prof. Dr. med. Jörn P. Sieb ist in zweiter Auflage erschienen. Der Erfolg gibt dem Konzept dieses Buches Recht. Nach weniger als zwei Jahren ist bereits die zweite Auflage im April 2005 erschienen. Die klare Gliederung und die wertvollen Tipps von Betroffenen machen das Buch so hilfreich.
Prof. Dr. med. Jörn P. Sieb ist auch Mitglied des ärztlich-wissenschaftlichen Beirates unserer Vereinigung.
erschienen im TRIAS VERLAG und ist über den Buchhandel zu beziehen
ISBN 3-8304-3247-X - Preis 14,95 €

Prof. Dr. med. Jörn P. Sieb - Klinik für Neurologie, Geriatrie u. Palliativmedizin
HANSE- Klinikum Stralsund, Große Parower Str. 47 - 53
Telefon: 03831 - 352550
Fax: 03831 - 352550
Email: sieb@klinikum-hst.de
In der 2. Auflage erschienen, von zwei RLS-Spezialisten geschrieben:
Obwohl allein in der Bundesrepublik Deutschland mehr als 4 Millionen Menschen vom Krankheitsbild des RLS
betroffen sind, herrscht in einer Vielzahl von Arztpraxen und Kliniken häufig Ratlosigkeit und Unverständnis
im Zusammenhang mit dieser Erkrankung. Das vorliegende Buch soll den Ärzten den aktuellen Wissensstand
zum RLS vermitteln und hält Richtlinien für eine effektive Diagnostik und Therapie bereit.
Autoren:
| Dr. med. Heike Benes Medizinisches Zentrum Schwerin, Neurologische Klinik - Schlaflabor, Wismarsche Str. 393 - 395, 19055 Schwerin | ![]() |
| Prof. Dr. med. Peter Clarenbach Neurologische Klinik im Johannesstift - Evangelisches Krankenhaus Bielefeld Schildersche Str. 99, 33611 Bielefeld | ![]() |
erschienen im UNI-MED Verlag AH in 28323 Bremen - ISBN 3-89599-631-9
Preis: 44,80 €
BuchtippEin guter Schlaf schafft Voraussetzungen für einen erfolgreichen Tagesablauf. Doch viele Menschen schlafen immer schlechter und wachen immer müder auf. Das Buch erschienen im Verlag Hoffmann und Campe ISBN 3455500072 - Preis 19,95 € |
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