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RLS Hirnbank

Einrichtung der weltweit ersten RLS-Hirnbank

Die RLS e. V. Deutsche Restless Legs Vereinigung hat mit Unterstützung der Deutschen Hirn-Bank-Zentrale, Referenzzentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, Zentrum für Neuropathologie und Prionforschung, seit Oktober 2008 die weltweit erste RLS-Hirnbank eingerichtet.
Neben der Genforschung ist es wichtig allen anderen Möglichkeiten zur Erforschung des Restless Legs Syndroms (RLS) nach zu gehen. Für das Restless Legs Syndrom und viele Erkrankungen des zentralen Nervensystems wie Alzheimer, Parkinson oder auch Depressionen besteht noch großer Bedarf an Ursachenforschung. Stünden die Ursachen fest, könnte die Diagnose und vor allen Dingen die Entwicklung hilfreicher, weiterer Therapien und Medikamente zum Wohle der Betroffenen erleichtert werden. Die Ursache des RLS ist bislang noch weitgehend ungeklärt. Man geht davon aus, dass das RLS eine Erkrankung des zentralen Nervensystems ist. Genetische und nicht-genetische Faktoren wie z. B. hormonelle Faktoren oder die Konzentrationen von bestimmten Botenstoffen im Gehirn spielen bei der Entstehung eine wichtige Rolle.
Für weitere Fortschritte bei der Ursachenforschung, dem Verständnis der Erkrankung und der Behandlung von RLS-Patienten sind Untersuchungen am Gewebe von RLS-Patienten dringend erforderlich. Nur durch feingewebliche und biochemische Untersuchungen von Rückenmark, Gehirn-, Nerven- und Muskelgewebe von RLS-Patienten können mögliche Veränderungen genauer untersucht werden. Untersuchungen von Hirngewebe nach dem Tod haben gezeigt, dass diese entscheidend zur Erforschung diverser Krankheitsbilder beitrugen.
Je mehr und gezielter geforscht wird, umso schneller kann uns Betroffenen geholfen werden. Derzeit stehen den Wissenschaftlern erst wenig Gewebe und Spendergehirne von RLS-Betroffenen zur Verfügung.
Sie können helfen, indem Sie unsere Hirngewebebank unterstützen. Machen Sie sich mit dem Gedanken einer Spende der besonderen Art vertraut. Bei uns erhalten Sie Unterlagen, die Sie in Ruhe studieren und sich dann entscheiden können. Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen darüber – denn es werden auch Gewebespenden von Kontroll-Personen die kein RLS haben, benötigt.

Meine Entscheidung als Initiatorin der RLS-Hirngewebebank war klar, ich bekam den ersten Spenderausweis und meine schwer RLS-betroffene Mutter war die tatsächlich erste Spenderin.

Sagen auch Sie „ich mache mit!“, unterstützen Sie die Ursachenforschung.

Dankeschön dafür!

Lilo Habersack -Vorstandsvorsitzende
RLS e. V. Deutsche Restless Legs Vereinigung   RLS-Hirngewebebank