Hotline - Beratung durch unseren ärztlichen Beirat - Infos unter: 089 / 55 02 88 80

Handouts “RLS alternativ behandeln” – Aktionstag 23.9.19

Am 23.09.2019 fand der Bayernweite Aktionstag zum WELT-RLS-TAG mit dem Thema “RLS alternativ behandeln”. im LAG in München statt.

Wir haben für Sie hier die Handouts (PDF) zum Vortrag:

Osteopathie beim RLS“(PDF) von Frau Sabine Lotz, Osteopathin, Laufen

Alternative Behandlungen des RLS” von Dr. Markus Zieglmeier, Bayerischer Apothekerverband
e.V.

Es folgt noch: TCM beim RLS von Dr. Axel Eustachi, Kompetenzzentrum für Komplementärmedizin und Naturheilkunde (KoKoNat), Klinikum rechts der Isar, TU München

Bayernweiter Aktionstag zum Welt-RLS-Tag am 23.09.2019 in München zum Thema" RLS alternativ behandeln"

Bayernweiter Aktionstag zum Welt-RLS-Tag am 23.09.2019 in München

 RLS alternativ behandeln - die Vortragenden v.l.n.r.: Dr. Katharina Glanz, Dr. Markus Zieglmeier, Sabine Lotz und Dr. Axel Eustachi

v.l.n.r.: Dr. Katharina Glanz, Dr. Markus Zieglmeier, Sabine Lotz und Dr. Axel Eustachi

RLS alternativ behandeln

Der unter dem Motto „RLS – alternativ behandeln“ von der Deutschen Restless Legs Vereinigung bereits zum zweiten Mal durchgeführte, von der DAK und dem Bayerischen Apothekerverband e.V. unterstützte Aktionstag zum Welt-RLS-Tag war ein voller Erfolg.

Zahlreiche regionale Veranstaltungen boten Interessenten die Möglichkeit, sich über das auch als Syndrom der „unruhigen Beine“ bekannte Restless Legs Syndrom (RLS) zu informieren sowie die Angebote der regionalen Selbsthilfe kennenzulernen.

In München kamen zahlreiche BesucherInnen in die Räume der LAG Selbsthilfe Bayern, um sich bei Vorträgen namhafter Experten über die Möglichkeiten alternativer Therapieoptionen zu informieren. Eine Zunahme der Patientennachfrage nach komplementärmedizinischen Angeboten ist auch bei Patienten mit RLS zu beobachten. Dieser Trend ist per se nicht als Beleg für die Wirksamkeit der Komplementärmedizin aufzufassen. Er verweist vielmehr auf den Wunsch nach Erweiterung der therapeutischen Optionen seitens der Patienten hin, insbesondere bei einer chronischen Erkrankung wie dem RLS.

In einem ersten Beitrag stellte die Osteopathin Sabine Lotz die Ergebnisse einer von ihr durchgeführten Studie zur Osteopathie beim RLS vor. Diese zeigen, dass osteopathische Behandlungen im Bereich der Nierenregion zu einer Verbesserung der Schwere der Symptomatik und einer positiven Beeinflussung der Lebensqualität bei Patienten mit RLS führen können. Allerdings auch bei denjenigen Patienten der Kontrollgruppe, die nur eine Scheintherapie bekommen hatten. Dieser Placebo-Effekt lässt sich durchaus positiv bewerten, wenn der Arzt ihn sich aktiv zunutze macht und der Patient von ihm profitiert.

Dr. Markus Zieglmeier stellte in seinem Vortrag ein breites Spektrum alternativer Behandlungsmethoden von der Homöopathie über die Bach-Blütentherapie bis hin zu Ayurveda und Yoga vor, wobei er auch auf die Studienlage zu den einzelnen Therapien und den Placeboeffekt einging. Er wies zudem darauf hin, dass Patienten, deren RLS bereits „klassisch“ medikamentös behandelt wird, ihre Medikamente nicht plötzlich und ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt absetzen sollten und sich alternative Behandlungen sehr gut komplementär zur klassischen Therapie eignen. Wobei – dies wurde in allen Vorträgen deutlich – jeder Patient selbst für sich herausfinden muss, was ihm guttut.

Dr. Axel Eustachi ging abschließend auf die Möglichkeiten der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) beim RLS ein. In der sich aus einer tradierten Kultur ableitenden TCM wird eine Diagnose durch vier Untersuchungsmethoden erstellt. Die Befragung des Patienten nach Symptomen und der Vorgeschichte der Erkrankung sind ausschlaggebend für die Diagnose der Ursache und der aktuellen Manifestation der Erkrankung. Aus der Vielzahl der diagnostischen Schritte setzt sich ein Bild über die Erkrankung zusammen. Chinesische Arzneimittel werden traditionell gern in Form von Tee verabreicht. Weithin bekannt ist aber auch die Therapie mittels Akupunktur, deren Kosten teilweise auch von den Krankenkassen übernommen werden.

Alle Referenten wiesen auf die Notwendigkeit hin, sich über die Qualifikation des jeweiligen Therapeuten zu informieren, um unqualifizierte Behandler von vornherein auszuschließen. Deutlich wurde auch, dass bei aller Unterschiedlichkeit allen alternativen Ansätzen die Prinzipien der Förderung, Unterstützung oder auch Stimulation beziehungsweise Provokation von Selbstordnungsleistungen des Organismus beziehungsweise des Individuums als therapeutisches Prinzip gemeinsam sind. Sie vertreten ein Bild vom Menschen, welches über die somatische Ebene hinausweist. Viele Patienten erfahren bei alternativen Therapeuten ein deutlich höheres Maß an Zuwendung und Kommunikation. Nicht zuletzt hierauf dürften sich die oft guten Therapieerfolge zurückführen lassen.

Text von Dr. Glanz Quelle: openPR