Das RLS lässt sich, ähnlich wie ein hoher Blutdruck auch, langfristig gut behandeln, eine Heilung ist bei dieser Erkrankung leider nicht möglich, da die Ursachen der Erkrankung bisher nur teilweise geklärt sind.

Weltweit werden umfangreiche Forschungen über die Ursache von RLS durchgeführt. Eine einzige vereinheitlichende Ursache konnte bislang leider noch nicht identifiziert worden, aber wir kommen ihr näher. Wir wissen Folgendes:

  • Das RLS verläuft oft innerhalb ganzer Familien. Dieses RLS wird als primäres oder familiäres RLS bezeichnet. Die Forscher suchen derzeit nach dem oder den Genen, die die Krankheit verursachen.
  • Das RLS kann manchmal die Folge einer anderen Erkrankung wie z.B. einer Niereninsuffizienz sein. Dies wird als sekundäres RLS bezeichnet.
  • Bis zu 25 Prozent der Frauen entwickeln die Krankheit während der Schwangerschaft, aber die Symptome verschwinden oft nach der Geburt.
  • Anämie und niedrige Eisenwerte (Ferritinwerte) tragen häufig zu einer Verschlimmerung der Symptome bei.
  • Das RLS tritt sehr häufig bei Patienten auf, die wegen einer Nierenerkrankung eine Dialyse benötigen.
  • Eine Schädigung der Nerven an Händen oder Füßen (d.h. periphere Neuropathie) durch eine Vielzahl von Ursachen, einschließlich Diabetes, scheint zum RLS beizutragen.
  • Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) kommt bei Kindern und Erwachsenen mit RLS häufig vor.

Ja, das Restless-Legs-Syndrom (RLS) kann auch die Arme, den Rumpf oder sogar das Gesicht betreffen.

Es ist bekannt, dass einige Medikamente, Lebensmittel und andere Substanzen RLS-Symptome verursachen oder verstärken. Der Konsum von Koffein kann die RLS-Symptome verstärken. Koffeinhaltige Produkte, einschließlich Schokolade und koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Tee und Erfrischungsgetränke, sollten daher vermieden werden. Auch der Alkoholkonsum kann die Dauer oder Intensität der Symptome verstärken. Auch intensive Bewegung wie Sport oder anstrengende Gartenarbeit sollten gegen Abend vermieden werden.

Das Restless Legs Syndrom ist eine bei Erwachsenen häufig auftretende neurologische Erkrankung. Was die wenigsten wissen: Das RLS beginnt mitunter schon in der Kindheit und Adoleszenz. Die Prävalenz des RLS bei Kindern liegt bei vermutlich 2-4%. In der pädiatrischen Praxis wird die Diagnose jedoch seltener gestellt, so dass man davon ausgehen kann, dass das RLS im Kindesalter unterdiagnostiziert und auch unterbehandelt ist.

Ein besonders hohes Risiko besteht für Kinder, wenn weitere Familienmitglieder erkrankt sind, da man von einem starken genetischen Hintergrund der Erkrankung ausgeht. Viele Erwachsene können ihre Symptome bis in die Kindheit zurückverfolgen und erinnern sich oft daran, Dinge wie „das sind Wachstumsschmerzen“ oder „hör auf, so viel zu wackeln“ gehört zu haben.

Weitere Informationen zum RLS bei Kindern oder kontaktieren Sie uns.

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